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FEM Freeware – Schnell und sicher einsteigen und der Konkurrenz einen Schritt voraus sein

von Tobias Vonstein | verfasst am 28. Juni 2022 | in Simulationssoftware | zuletzt geändert am 26. Juli 2022

Warum sollten Sie sich mit FEM Freeware beschäftigen?

Viele Unternehmen und Freiberufler wünschen sich derzeit mithilfe von Digitalen Zwillingen das mechanische Verhalten von Produkten oder Fertigungsprozessen bereits vor der Herstellung erster realer Prototypen zu simulieren.

Durch den Einsatz von Digitalen Zwillingen bzw. Simulation sind Sie der Konkurrenz einen Schritt voraus. Das hatte ich bereits in diesem Artikel (KLICK) beschrieben.

Leider nutzen trotzdem viele Unternehmen und Freiberufler keine Digitalen Zwillinge, obwohl sie sich hiermit einen signifikanten Wettbewerbsvorteil sichern können.

Denn in vielen Fällen werden Digitale Zwillinge mittels FEM oder CFD Simulation aufgebaut. Hierfür wird eine Simulationssoftware benötigt.

Viele Unternehmen und Freiberufler schrecken aufgrund der hohen Lizenzkosten für kommerzielle Simulationssoftware davor zurück, diese zu nutzen.

 

Geht es Ihnen ähnlich? Sie wollen FEM Simulation nutzen? Die Fixkosten für kommerzielle Simulationssoftware sind Ihnen aber zu hoch?

FEM Freeware ist ihr Ausweg aus diesem Konflikt und dieser Blog-Artikel zeigt Ihnen, wie Sie schnell und sicher einsteigen.

 

Was ist FEM Freeware?

Vorteile von FEM Freeware

 

Sicher haben Sie schonmal von Freeware oder Open Source Software gehört.

Ich meine Software, die Sie völlig kostenfrei nutzen dürfen.

Das Betriebssystem LINUX ist hier das populärste Beispiel. LINUX wird unter der GNU General Public License (GPL) veröffentlicht.

Software, die unter GPL veröffentlicht wird, darf kostenfrei uneingeschränkt privat und kommerziell genutzt werden.

Eine leistungsfähige Simulationssoftware, die unter der Lizenz GPL veröffentlicht wird, dürfen Sie also kostenfrei für all ihre kommerziellen Simulationsprojekte einsetzen.

So sparen Sie sich die Lizenzkosten für kommerzielle Simulationssoftware.

Vor kurzem habe ich bei einem Beratungsgespräch dem Geschäftsführer eines Konstruktionsbüros davon erzählt. Er hatte seit längerem Kundenanfragen, die den Einsatz von Simulation erfordern. Die hohen Lizenzgebühren für kommerzielle Software haben ihn aber immer abgeschreckt. Er musste diese Aufträge meist ablehnen.

Wissen Sie was er geantwortet hat?

„Ich habe seit längerem darüber nachgedacht, ob es eine Simulationssoftware gibt die man ähnlich wie LINUX kostenfrei nutzen darf. Aber ich habe nie danach gesucht, weil ich dachte das wäre zu schön, um wahr zu sein oder es hat dann irgendeinen Haken.“

Ich konnte ihm sagen:

„Ja! Es gibt eine leistungsfähige Simulationssoftware, die für die industrielle Anwendung geeignet ist und die sie kostenfrei uneingeschränkt kommerziell nutzen dürfen. Und das Ganze hat keinen Haken.“

Er war total begeistert und mir macht es sehr viel Freude der Überbringer solch großartiger Lösungsansätze zu sein.

Im nächsten Schritt werde ich dann aber immer gefragt:

„Wenn FEM Freeware kostenfrei und leistungsfähig ist, warum nutzt dann überhaupt noch jemand kommerzielle Software?“

Damit beschäftigen wir und im nächsten Abschnitt.

 

Warum wird FEM Freeware so selten eingesetzt?

Meiner Erfahrung nach gibt es hierfür zwei Gründe:

  • FEM Freeware ist weitestgehend unbekannt, weil niemand für sie Werbung macht.
  • Viele haben Vorbehalte FEM Freeware einzusetzen.

 

Die Entwickler von FEM Freeware bzw. freier Software im Allgemeinen haben keine Gewinnerzielungsabsichten. Es ist daher nur verständlich, dass sie weder viel Zeit noch Geld in Werbung für Ihre freie Software investieren können oder wollen.

Potenzielle Nutzer erfahren somit meist nur von FEM Freeware, wenn sie gezielt danach suchen oder Ihnen die Software weiterempfohlen wird.

Viele Potenzielle Nutzer, die auf diesen Wegen von FEM Freeware erfahren, sind begeistert, aber auch skeptisch.

Tief in uns allen verankert sind zwei Grundprinzipien einer kapitalistisch geprägten Gesellschaft:

  • Im Vergleich zu teurer kommerzieller Simulationssoftware kann eine FEM Freeware nur viel schlechter sein, einfach weil sie kein Geld kostet.
  • Wenn uns jemand etwas umsonst gibt, kann das nur irgendeinen Haken haben.

In vielen Fällen stimmt das auch. Um zu verstehen, warum es bei FEM Freeware nicht so ist, müssen wir die Philosophie derer verstehen, die Open Source Software entwickeln.

In der Open Source Community geht es nicht darum Geld mit der Software zu verdienen. Die Entwickler verdienen Geld auf anderen Wegen oder machen diese Arbeit als Hobby.

Es gibt z.B. auch Unternehmen die intern entwickelte Software der Open Source Community bereitstellen.

Ziel ist es, die Weiterentwicklung der Software zu fördern, indem man externen Nutzern und Entwicklern Zugang zu ihr gibt. Der Nutzerkreis im Unternehmen ist meist recht klein.

Ziel ist es meistens auch, dass alle kostenfrei von der Software profitieren können und dafür jeder der die Möglichkeit hat etwas beiträgt.

In unserer kapitalistisch geprägten Welt hört sich das vielleicht utopisch an. Aber das ist die Philosophie der Open Source Community.

Sie funktioniert erwiesenermaßen seit Jahrzehnten hervorragend und bringt immer leistungsfähigere Software in die Anwendung.

Um unsere Vorbehalte gegen FEM Freeware zu eliminieren und in vollem Umfang davon zu profitieren müssen wir diese Philosophie verstehen.

💡 Vor einiger Zeit habe ich einen LinkedIN-Artikel zu den geläufigsten Vorbehalten gegenüber FEM Freeware und meiner Meinung dazu geschrieben. Wenn Sie das Thema weiter vertiefen möchten, ist dieser Artikel sicher interessant für Sie. Hier geht es direkt zum Artikel (KLICK).

 

Sind potentielle Nutzer erstmal von überzeugt fragen Sie meistens:

„Welche FEM Freeware würden Sie mir empfehlen?“

Damit beschäftigen wir und im nächsten Abschnitt.

 

Wie Sie die richtige FEM Freeware auswählen

FEM Freeware LINUX Pinguin

Wir müssen uns zunächst auf zwei Dinge einigen:

  • Es gibt eine große Menge an freier Software. Diese Menge ist dynamisch, weil jeder, freie Software zum Download anbieten kann.
  • Es existiert keine verpflichtende Qualitätskontrolle. Deshalb gibt es gravierende Unterschiede zwischen der verfügbaren FEM Freeware.

Ob Sie FEM Freeware erfolgreich einsetzen oder nicht hängt somit wesentlich davon ab, ob Sie die richtige FEM Freeware aus der großen Menge an verfügbaren Tools auswählen.

Schlechte Erfahrungen mit FEM Freeware basieren häufig auf der Entscheidung für eine ungeeignete Software.

Im Wesentlichen muss eine FEM Freeware nachfolgende Kriterien erfüllen damit Sie diese erfolgreich einsetzen können:

  1. Sie müssen die FEM Freeware uneingeschränkt nutzen dürfen. Nicht nur privat, sondern auch kommerziell.
  2. Es muss sichergestellt sein, dass die FEM Freeware dauerhaft frei verfügbar ist und auch regelmäßig weiterentwickelt wird.
  3. Es muss einen transparenten Prozess zur Qualitätssicherung geben, der sicherstellt, dass die Simulationsergebnisse valide sind. Dies ist auch die Voraussetzung dafür, dass die FEM Freeware von den maßgeblichen Prüfstellen (z.B. TÜV) anerkannt wird.
  4. Sie müssen mit der FEM Freeware Ihre technischen Systeme modellieren also Ihre unternehmensspezifischen Fragestellungen lösen können.
  5. Die Benutzerfreundlichkeit muss so hoch sein, dass Sie und Ihre Mitarbeiter die FEM Freeware komfortabel im industriellen Alltag bedienen können.
💡 Wie Sie die richtige FEM Freeware auswählen, erfahren Sie in unserem Starting-Simulation-Guide. Sie können den Starting-Simulation-Guide hier (KLICK) herunterladen.

 

Als ich 2012 das Ingenieurbüro Vonstein & Partner gegründet habe war von vorneherein klar, dass ich hierfür uneingeschränkten Zugang zu einer Simulationssoftware benötige. Die ganze Geschichte finden Sie hier (KLICK).

Es war aber auch klar, dass ich mir am Anfang keine kommerzielle Simulationssoftware wie z.B. ANSYS oder ABAQUS leisten kann.

Ich habe zu FEM Freeware recherchiert und stand vor der gleichen Herausforderung.

Ich musste mich für eine FEM Freeware entscheiden, in die ich Zeit investiere und die mir in den nächsten Jahren gute Dienste leisten wird.

Ich habe mich damals für Salome-Meca entschieden und bin mit dieser Entscheidung bis heute absolut zufrieden.

Seit 2012 habe ich Salome-Meca bei jedem FEM Projekt eingesetzt. Und das waren sehr viele völlig unterschiedliche Simulationsprojekte.

Unter der vielen heute verfügbaren FEM Freeware nimmt Salome-Meca einen Sonderstatus ein. Warum, dass werde ich nachfolgend erklären.

Salome-Meca vereint den Pre- und Postprozessor Salome und den leistungsfähigen FEM Solver Code Aster in einer Simulationsumgebung.

Die FEM Freeware wird seit 1989 von dem französischen Energieversorger Életricité de France SA (EDF) entwickelt und wurde dann 1999 unter den Bedingungen der GPL als Open Source Software freigegeben.

Das bedeutet: Sie dürfen Salome-Meca kostenfrei uneingeschränkt kommerziell nutzen!

Salome-Meca ist kein „Spaß-Projekt“ von Hobby-Programmierern oder Doktoranden.

Die FEM Freeware wird von EDF zur Analyse hochgradig sicherheitskritischer Komponenten in nuklearen Anlagen genutzt und muss deshalb hohe Sicherheitsstandards erfüllen.

Hierfür wird die Software regelmäßig mit über 6.000 Testfällen (u.a. NAFEMS-Benchmarks) verifiziert und validiert.

Ungefähr 70 Ingenieure arbeiten bei EDF mit Salome-Meca täglich an der Weiterentwicklung von Kraftwerks-Komponenten. Auch bei den Zulieferern von EDF ist die Software im Einsatz

Durchschnittlich 30 Ingenieure und Programmierer arbeiten dauerhaft an der Weiterentwicklung von Salome-Meca und Code Aster. Auf dieser Grundlage erscheint jedes Jahr eine neue freie Version.

Das Anwendungsspektrum geht von der klassischen nichtlinearen Festkörpermechanik über thermische Analysen bis in die Spezialgebiete der Akustik.

Mit der FEM Freeware können deshalb alle gewöhnlichen industriellen Fragestellungen im Maschinenbau und maschinenbaunahen Branchen bearbeitet werden

Durch die vorgenannten Punkte wird Salome-Meca bei allen Prüfstellen anerkannt.

Kurzum erfüllt Salome-Meca so alle o.g. Kriterien, verfügt über eine hervorragende Benutzerfreundlichkeit und ist zudem einfach zu installieren.

Wenn Sie sich nicht lange selbst nach einer geeigneten FEM Freeware suchen möchten, dann ist Salome-Meca mein heißer Tipp für Sie.

Deshalb erkläre ich Ihnen nachfolgend wie Sie schnell und sicher in die Nutzung von Salome-Meca einsteigen.

💡 Zuvor möchte ich aber noch ein paar Worte über die Begriffe Freeware, Open Source Software und die GPL-Lizenz verlieren.

Bei den Entwicklern von Open Source Software ist es nicht gern gesehen, wenn wir Ihre Programme als Freeware bezeichnen. Freeware steht sogar auf einer Liste der „zu vermeidenden Wörter“.

Warum mache ich es dann trotzdem? Weil ich weiß, dass 90 % der potenziellen Nutzer, die ich erreichen möchte, nicht nach Open Source Simulationssoftware, sondern nach FEM Freeware suchen.

Meine Mission ist es über das Potenzial von Open Source Simulationssoftware zu informieren und die Verbreitung zu fördern.

Wenn ich aber über Open Source Software schreibe, während Sie nach FEM Freeware suchen, dann erschwert dies unser Vorankommen.

Ich hoffe deshalb, dass alle Entwickler von Open Source Software mir vor diesem Hintergrund die Verwendung des Begriffes Freeware verzeihen.

Wenn Sie sich für eine andere FEM Freeware als Salome-Meca entscheiden, dann achten Sie bitte unbedingt darauf, dass diese insbesondere die erforderlichen Lizenzbedingungen erfüllt.

Wenn Sie eine Software wählen, die unter der GPL veröffentlicht wird, sind Sie auf der sicheren Seite. Zudem ist so sichergestellt, dass die Software auch dauerhaft frei verfügbar bleibt.

 

Installation der FEM Freeware Salome-Meca

Niemand macht Werbung für FEM Freeware

Salome-Meca und Code Aster wurden ursprünglich von EDF für das Open Source Betriebssystem LINUX entwickelt. Die FEM Freeware konnte deshalb für lange Zeit nur von Unternehmen und Freiberuflern eingesetzt werden, die über mindestens einen LINUX-Rechner verfügten.

Für viele Unternehmen und Freiberufler war das eine unüberwindbare Einstiegshürde. Die wachsenden IT-Sicherheitsanforderungen machen es in vielen Unternehmen unmöglich einen LINUX-Rechner zu betreiben.

Zusätzlich schrecken viele potenzielle Nutzer unbegründeter weise davor zurück LINUX einzusetzen. Wir sind einfach alle sehr an Windows gewöhnt.

Es musste also eine Windows-Version her, um die Einstiegshürde zu senken und die Verbreitung weiter zu fördern.

Im Rahmen eines Crowdfundings haben die Entwickler von SimulEase eine Windows-Version von Salome-Meca erstellt. Für die Windows-Version gelten die gleichen Lizenzbedingungen wie für die LINUX-Version.

Sie können also auch die Windows-Version kostenfrei uneingeschränkt kommerziell nutzen!

Weitere Informationen zum Crowdfunding (KLICK) finden Sie hier!

Alle Informationen zur Installation der aktuellen Version Salome-Meca 2021 finden Sie hier (KLICK)!

Wenn Sie sich für die LINUX-Version der FEM Freeware Salome-Meca interessieren, dann finden Sie hier (KLICK) alle nötigen Informationen für die Installation.

Nachdem Sie die FEM Freeware Salome-Meca erfolgreich installiert haben möchten Sie diese sicher sofort für die Lösung Ihrer Fragestellungen einsetzen.

Nachfolgend finden Sie deshalb die besten Tipps, mit denen Sie sich einarbeiten können.

 

Wie Sie sich in die FEM Freeware Salome-Meca einarbeiten

Einer der reizvollsten Vorteile von FEM Freeware ist, dass es eine große Menge an hochwertigen Lehrmaterialien gibt, mit denen Sie sich kostenfrei oder kostengünstig in die Softwareanwendung einarbeiten können.

Es ist Teil der Open Source Philosophie, dass Nutzer ihr Wissen kostenfrei an den Rest der Open Source Gemeinschaft weitergeben. Häufig in Form von YouTube-Tutorials oder E-Books die zum kostenfreien Download angeboten werden.

Ein weiterer Vorteil ist, dass FEM Freeware über offene Schnittstellen verfügt und sich deshalb problemlos miteinander kombinieren lässt. Die ganzheitliche Simulationsumgebung Salome-Meca ist somit nur ein Weg Code Aster zu nutzen.

Wie oben beschrieben kombiniert Salome-Meca den Präprozessor Salome mit dem FEM Solver Code Aster.

Zum Verständnis unterteilen wir das Präprozessing in seine Teilschritte:

  • Geometrievorbereitung
  • Vernetzen (Diskretisierung)
  • Modelldefinition

Für Geometrievorbereitung und Vernetzung besteht alternativ die Möglichkeit den Open Source Präprozessor Gmsh zu verwenden, um nur eine Variante zu nennen.

Auch im Hinblick auf die Modelldefinition gibt es mehrere Möglichkeiten. Es wird grundsätzlich zwischen zwei Wegen unterschieden:

  • Modelldefinition über ein Input-File: Randbedingungen und Belastungen werden in einer Text-Datei definiert. Hierfür muss eine vordefinierte Syntax eingehalten werden. Der FEM Solver liest diese Text-Datei ein und interpretiert die einzelnen Befehle.
  • Modelldefinition über eine grafische Benutzeroberfläche: Das Modell wird also „zusammengeklickt“. Die grafische Benutzeroberfläche erstellt dann das Input-File und stellt es dem FEM Solver zur Verfügung.

Anfänger bevorzugen meistens die Modelldefinition über eine grafische Benutzeroberfläche. So müssen sie nicht parallel zu allen anderen Herausforderungen auch noch die Syntax des Input-Files erlernen.

Mit zunehmender Professionalisierung steigen die meisten Nutzer dann auf die Modelldefinition über ein Input-File um, da dieses Vorgehen effektiver und leichter zu automatisieren ist.

Die FEM Freeware Salome-Meca hat den Vorteil, dass beide Vorgehensweisen unterstützt werden. Das integrierte Tool AsterStudy ermöglicht eine vollgrafische Modelldefinition. Zusätzlich erleichtert AsterStudy aber auch den Umstieg auf die Modelldefinition via Input-File.

Was wir also festhalten können ist:

  • Es gibt unterschiedliche Workflows für die Durchführung eines Simulationsprojekts.
  • Sie haben unterschiedliche Vor- und Nachteile.

Der Grund, warum ich an dieser Stelle so ausführlich darüberschreibe, ist folgender:

Alle Lehrmaterialien, die Sie im Internet finden, favorisieren einen bestimmten Workflow.

Wenn Sie also im Internet nach Lehrmaterialien suchen, gehen Sie wie folgt vor:

  • Legen Sie den für Sie derzeit passenden Work-Flow fest.
  • Suchen Sie dann gezielt nach Lehrmaterialien, die den von Ihnen ausgewählten Work-Flow unterstützen.

Ich empfehle Einsteigern immer für das Präprozessing Salome zu verwenden und die Modelldefinition vollgrafisch über AsterStudy zu erledigen. In unseren Einführungs-Seminaren haben wir die Erfahrung gemacht, dass der Einstieg so am besten gelingt.

Bei meinen nachfolgenden Empfehlungen gehe ich deshalb insbesondere darauf ein, welchen Präprozessor und welche Variante der Modelldefinition die Lehrmaterialien favorisieren.

Wenn Sie vertiefende Informationen zum Work-Flow von einer Finite Elemente Analyse suchen, empfehle ich Ihnen das Buch „Pratical Finite Element Analysis for Mechanical Engineers“ von Dominique Madier.

Oder den Besuch unseres Seminars „Einführung in die Finite-Elemente-Analyse von Baugruppen mit Salome-Meca und Code_Aster“.

Hier gehen wir ausführlich auf den Work-Flow des gesamten Simulationsprojekts ein.

Ich empfehle Ihnen unser Einführungs-Seminar oder das Buch von Dominique Madier auch um sich nötige Simulations-Know-How jenseits der Softwareanwendung anzueignen.

Gemeint ist hiermit z.B. Fachwissen zur mechanischen Modellierung oder zur Spannungsbewertung.

 

Die besten Lehrmaterialien zur FEM Freeware Salome-Meca

YouTube-Tutorials

Sehr zu empfehlen sind die YouTube-Tutorials von Cyprien Rusu. Mit seinem Projekt „FEAforAll“ leistet er einen großen Beitrag zur Simulation Democratization.

In seinen Tutorials zu Salome-Meca orientiert er sich 1:1 am oben empfohlenen Work-Flow.

Hier (KLICK) geht’s direkt zu seinem YouTube-Kanal, der auch abseits der Software-Anwendung viele spannende Tutorials rund um das Thema Simulation enthält.

Hier (KLICK) geht’s direkt zu seinen Salome-Meca Tutorials.

E-Books von Dharmit Thakore

Die Lehrbücher von Dharmit Thakore sind nicht kostenfrei, aber sehr kostengünstig. Sie orientieren sich 1:1 am oben empfohlenen Work-Flow. Dharmit erklärt den Einsatz der FEM Freeware Salome-Meca leicht verständlich und sehr unterhaltsam.

Wenn Sie ernsthaft in die Nutzung der FEM Freeware Salome-Meca einsteigen möchten, finden Sie mit diesen Büchern einen kostengünstigen Einstieg. Die Bücher enthalten fast ausschließlich Übungen. Wenn Sie die Bücher komplett durcharbeiten, sind Sie ein ganzes Stück weiter.

Hier (KLICK) geht’s direkt zum Download.

E-Book von Jean-Pierre Aubry

Das kostenfreie E-Book

Beginning with code_aster – A practical introduction to finite element method using code_aster and Gmsh

von Jean-Pierre Aubry gibt auf 351 Seiten eine hervorragende Übersicht über das Funktionsspektrum von Code Aster und jede Menge Hintergrundinformationen.

Einziger Nachteil für Einsteiger ist: Im Buch wird ein Work-Flow mit dem Präprozessor GMSH und der Modelldefinition über Input-Files favorisiert. Wenn man das weiß, eignet es sich jedoch trotzdem ganz hervorragend als ergänzendes Nachschlagewerk.

Sie können das Buch hier (KLICK) kostenfrei herunterladen.

Code Aster Forum

Wenn Sie dann mal individuelle Fragen haben, kann ich Ihnen das Code Aster Forum sehr an Herz legen. Hier schreiben und unterstützen die Entwickler von Code Aster selbst. Zudem wurden viele Fragen schon mal gestellt.

In den bestehenden Beiträgen finden Sie also für viele bekannte Herausforderungen schon Lösungen. Legen Sie einen Account an und stellen Sie Ihre Frage. Ich bin mir sicher Ihnen wird geholfen.

Hier geht es direkt zum Forum (KLICK).

Mit den vorgenannten Lehrmaterialien können Sie sich autodidaktisch in die FEM Freeware Salome-Meca einarbeiten. Dieses Vorgehen hat den Vorteil das es sehr kostengünstig aber mitunter sehr zeitintensiv ist.

Zusätzlich eignet sich autodidaktisches Lernen nicht für jeden. Manch einer besucht lieber Seminare.

Ein gutes Seminar kann den Zeitbedarf für den Know-How-Aufbau extrem verkürzen, weil die Dozenten das Wissen individuell auf Ihre Ausgangssituation und Anforderungen zuschneiden.

Suchen Sie nach einer Möglichkeit innerhalb von 3 Tagen die Anwendung der FEM Freeware Salome Meca und zusätzlich die erforderlichen theoretischen Grundlagen zu erlernen?

Dann ist unser Seminar

Einführung in die Finite-Elemente-Analyse von Baugruppen mit Salome-Meca und Code_Aster

genau das richtige für Sie! Wir bieten das Seminar in Präsenz und als Online-Veranstaltung an.

Hier (KLICK) geht’s direkt zur Seminar-Beschreibung.

 

Damit sind wir am Ende dieses Blog-Artikels. Ich hoffe ich konnte Ihnen auf verständliche und unterhaltsame Weise vermitteln, wie Sie schnell und sicher in die Nutzung von FEM Freeware einsteigen und so zukünftig Ihrer Konkurrenz einen Schritt voraus sind.

Haben Sie das Gefühl Sie können jetzt direkt loslegen oder hält Sie noch etwas vom Einsatz der Simulation in Ihrer Produktentwicklung ab? Haben Sie Fragen oder Anregungen?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

Autor: <a href="https://vonstein-partner.de/author/tobias-vonstein/" target="_self">Tobias Vonstein</a>

Autor: Tobias Vonstein

Tobias Vonstein ist Maschinenbauingenieur und Experte für die Optimierung von Produkten und Fertigungsprozessen mit der numerischen Simulation. Er studierte und forschte an der Technischen Universität Dresden und der Fachhochschule Südwestfalen. In der Forschung hat er sich mit der Entwicklung eines Finiten-Elements zur Kopplung von Strukturbauteilen im Gesamtsimulationsmodell von Maschinen und Baugruppen entwickelt. In der Lehre war er in den Bereichen Ingenieurmathematik, Angewandte Mechanik und numerische Simulationsmethoden tätig. Er ist der festen Überzeugung, dass Simulation das entscheidende Werkzeug zur Entwicklung zukunftsweisender Produkte und Fertigungsprozesse und somit zur Wettbewerbsfähigkeit ist. Deshalb beschäftigt er sich seit vielen Jahren mit der Simulation Democratization, also der Frage: Wie können mehr Unternehmen und Individuen dazu befähigt werden, von Simulationstechnologie zu profitieren? Für ihn ist der konsequente Einsatz von Open-Source-Simulationssoftware hierfür der entscheidende Schlüssel zum Erfolg. Er selbst setzt seit 2012 für alle Simulationsprojekte die Open-Source-Simulationstools Code_Aster und Code_Saturne ein. Im Jahr 2012 hat er das Ingenieurbüro für numerische Simulatin gegründet um Mittelständler und Freiberufler bei der Einführung und dem Einsatz von Simulation in der Produktentwicklung zu unterstützen. Im Jahr 2016 wurde das Einzelunternehmen "Ingenieurbüro für numerische Simulation" mit Einstieg seiner heutigen Geschäftspartnerin Carina Wegener zur Partnerschaftsgesellschaft "Vonstein & Partner". Auf Grundlage seiner langjährigen Erfahrung hat er ein praxiserprobtes System hierfür entwickelt. Durch seine Arbeit leistet er einen wichtigen Beitrag zur Simulation Democratization in Deutschland, insbesondere in der grünen Industrieregion Südwestfalen. Um die Simulation Democratization weiter voranzutreiben hat er den Simulation Democratization Blog ins Leben gerufen. In seinen Artikeln zeigt er, wie das Potential der Simulation in der Produktentwicklung entfesselt werden kann. Er versorgt die Leser mit kostenfreien Artikeln, die Ihnen den erfolgreichen Einstieg in die Simulation erleichtern. Zusätzlich teilt er sein umfangreiches Simulations-Know-How und informiert über die unschlagbaren Vorteile von Open-Source-Simulationssoftware.

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